Offizieller Startschuss für das Konzept „Sauberes Stuttgart“

Fotohinweis: Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau und Dr. Thomas Heß, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart (erste Reihe von rechts), haben die über 100 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Freitag, 5. April, auf dem Marktplatz willkommen geheißen und die neuen Fahrzeuge und Reinigungsleistungen präsentiert. Foto: LHS Stuttgart/Leif Piechowski

Stadt verstärkt Reinigung mit zusätzlichem Personal und Fahrzeugen – OB Kuhn: „Wir wollen, dass Stuttgart sauberer wird!“

Pünktlich mit Beginn der Freiluftsaison fällt der offizielle Startschuss für die Umsetzung des Konzepts „Sauberes Stuttgart“. Dafür hat die Landeshauptstadt Stuttgart bis zum Jahr 2022 Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 45,4 Millionen Euro vorgesehen – 10 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt 123 Stellen wurden neu geschaffen und 45 Fahrzeuge gekauft. Schwerpunkte des Konzepts sind umfangreiche Reinigungen, verstärkte Prävention, mehr Kontrollen und eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau und Dr. Thomas Heß, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart, haben die über 100 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Freitag, 5. April, willkommen geheißen und die neuen Fahrzeuge und Reinigungsleistungen präsentiert.
OB Kuhn sagte: „Der achtlos weggeworfene Müll in Stuttgart nimmt Überhand – ob auf den Straßen, den Parks oder öffentlichen Flächen. Wir wollen, dass Stuttgart sauberer wird! Denn wenn das Stadtbild sauber ist, fühlen sich alle wohl – ob Gäste oder Stuttgarter. Eine saubere Stadt führt zu mehr Lebensqualität und stärkt das Wohlbefinden jedes Einzelnen. Die Sauberkeit hat noch einen anderen Effekt: Wo weniger Müll rumliegt, werfen die Menschen auch weniger Müll hin – denn die Hemmungen sind dann größer.“

Erste Maßnahmen greifen bereits

Bürgermeister Thürnau erklärte: „Bei der Stadtreinigung setzt das Konzept auf einen deutlichen Ausbau. Die bisherigen Reinigungsleistungen werden ab sofort um ein Drittel erhöht. Mit ersten Maßnahmen, wie der speziellen Oberflächenreinigung auf hellen Belägen und der verstärkten Reinigung von Brunnen und Spielplätzen, wurde bereits im Jahr 2018 begonnen. Nun starten die Hauptmaßnahmen und das Gesamtpaket entfaltet bald seine volle Wirkung auf der Straße. Wir gehen als Stadt voran, setzen aber auch auf ein Umdenken bei den Verursachern.“

Im Zuge des Konzepts „Sauberes Stuttgart“ hat die Stadt bereits im vergangenen Jahr mehr als 100 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die noch offenen Stellen werden nach und nach besetzt. Von den 45 neu gekauften Fahrzeugen steht ein Teil der Lieferung noch aus: 14 Transporter werden für Juli erwartet, drei Kleinkehrmaschinen kommen Anfang/Mitte Oktober und die beiden Spezialkehrmaschinen zur Oberflächenreinigung folgen Ende des Jahres.

Die erweiterten Maßnahmen im Detail:

Innenstadt Reinigungszone (RZ I): In der Kernzone einschließlich des Gerberviertels erfolgt die Nassreinigung von Geh- und Fußgängerzonen jetzt dreimal statt einmal wöchentlich. Einige Straßen (zum Beispiel Königstraße/ Schulstraße/Querspange/etc) werden darüber hinaus wie bisher ab April bis Oktober eines Jahres sechsmal wöchentlich nass gereinigt. Auch in den Erweiterungszonen Hospital- und Leonhardsviertel wird die Nassreinigung einmal wöchentlich eingeführt. Zudem wird der Aufwand der an sechs Tagen stattfindenden Grobreinigung wie das Aufsammeln von Müll und die Leerung von Abfallbehältern verdoppelt. Fest im Reinigungsplan enthalten ist zukünftig auch die ästhetische Reinigung der hellen Beläge, eine Ausweitung auf die Außenbereiche folgt. Neu mit aufgenommen ist zudem die Nassreinigung der Fahrbahnen in der gesamten Reinigungszone RZ I.

Außenbezirke: Auch außerhalb der Innenstadt werden die Reinigungsintervalle der Kehrmaschinen auf Fahrbahnen sowie der manuellen Trupps für die Reinigung der städtischen Verpflichtungen auf Gehwegen/Plätzen/Grünflächen sukzessive erhöht. Die Hauptverkehrsstraßen werden künftig wöchentlich anstatt alle zwei Wochen gereinigt, die Reinigungshäufigkeit der wichtigen Verbindungsstraßen erhöht sich von alle drei bis vier Wochen auf alle zwei bis drei Wochen und die der Wohnstraßen von einmal im Quartal auf alle sechs bis acht Wochen. Mit aufgenommen sind auch die Brennpunkte, die deutlich häufiger gereinigt werden. Zusätzlich eingeführt wird zudem eine Nassreinigung auf Fahrbahnen in Stadtteilzentren nach Bedarf, mindestens jedoch einmal monatlich.

Papierkörbe: Die Anzahl der öffentlichen Papierkörbe und deren Leerfolgen wurden an Brennpunkten bereits erhöht. Rund 1.000 weitere Papierkörbe werden insbesondere in den Außenbezirken aufgestellt. Zudem werden die in der Reinigungszone RZ I noch vorhandenen Behälter mit 50 Liter Inhalt sukzessive durch 90-Liter-Behälter ersetzt.
Im Bereich der Reinigungszone RZ I und in angrenzenden Bereichen werden im Rahmen von Neugestaltungen grundsätzlich Unterflurbehälter eingebaut. In Bereichen, wo dies durch im Untergrund verbaute Leitungen nicht möglich ist, werden Solarpressbehälter mit ähnlichem Fassungsvermögen aufgestellt. 15 Solarpressbehälter stehen bereits zur Verfügung. Aufgrund des hohen Abfallaufkommens wurden hiervon bereits fünf Behälter auf dem Marienplatz aufgestellt. Für den Feuersee sind drei Behälterstandorte in der Umgestaltungsplanung des Ost-/Westufers berücksichtigt.

Brunnen: Bereits seit Juni 2018 hat das Tiefbauamt die Brunnenreinigung an 33 kritischen Standorten in der Innenstadt sowie an zwölf besonders belasteten Standorten in den Außenbezirken intensiviert. Die Reinigungsleistung wurde von bislang vierwöchigem Rhythmus auf 14-tägig umgestellt.

Spielplätze: Seit Oktober 2018 hat auch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt bei rund 70 von insgesamt 600 Spielplätzen mit besonders hohem Nutzungsdruck zusätzlich zur wöchentlichen Reinigung die Reinigungs- und Spielplatzkontrollgänge erhöht. Die sieben neuen Mitarbeiter sind als Zweier- oder Dreiteams dezentral im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Neben einer verstärkten Reinigung der Spielplätze inklusive der Leerung der Papierkörbe erfolgt auch eine Reinigung und Kontrolle von Sand- und Fallschutzflächen an den Spielgeräten.

Maßnahmen auf Flächen des Landes: Die zunehmende Vermüllung ist nicht nur ein städtisches Problem. Vielmehr sind auch die Landesflächen in Stuttgart, vor allem die Schlossgartenanlagen und der Schlossplatz betroffen. Das Land begrüßt daher die Bemühungen der Stadt für ein „Sauberes Stuttgart” und unterstützt dieses Anliegen: So werden nicht nur mehr und teilweise größere Mülleimer auf den besonders frequentierten Landesflächen aufgestellt und ein weiterer Reinigungsdurchgang beauftragt, sondern es werden weitere Anstrengungen unternommen. Es wird ein Sicherheitsdienst um das Neue Schloss beauftragt werden. Dieser soll darauf achten, dass die Benutzungsordnung für den Schlossgarten eingehalten wird. Nach derzeitiger Planung soll der Sicherheitsdienst im Sommer 2019 starten. Weitere konkrete Maßnahmen, wie der Schlossgarten sauberer und sicherer werden kann, werden evaluiert.


Ergänzung: Die angehängte Tabelle zur Gesamtübersicht der Reinigungsleistungen zeigt, wie sich die Anzahl der städtischen Mitarbeiter, Fahrzeuge, Papierkörbe und Maßnahmen durch das neue Konzept „Sauberes Stuttgart“ verändert.
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